P&E in 28 Fragen & Antworten

1. Was ist das Ausbildungsziel von P&E? An welche Berufsfelder ist zu denken?

Dem Studiengang liegt eine sehr einfache Ausbildungsidee zugrunde: Wir wollen Expertinnen und Experten für komplexe Entscheidungssituationen ausbilden. Wir wollen Menschen ausbilden, die die schwierigen Entscheidungsprobleme von Unternehmen, Verbänden, Körperschaften, internationalen Organisationen, Parteien, Stiftungen oder auch ganzen Gemeinwesen mit analytischer Grundsätzlichkeit angehen können

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2. Wie sind die Berufschancen?

Um es ganz offen zu sagen: Wir können keine Garantie auf einen Arbeitsplatz geben. Aber: Schon bei der Planung des Studienganges haben wir den Kontakt zur Wirtschaft gesucht. Wir wollten wissen, wie man dort die Berufschancen für Absolventinnen und Absolventen mit der Qualifikation sieht, zu der unser Studiengang führen soll. Befragt wurden führende Großunternehmen, Unternehmensberatungen und Wirtschaftsredaktionen, um nur einige zu nennen. Bei dieser Befragung sind wir mit unserer Ausbildungsidee durchweg bestärkt worden.

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3. Kann ich das mit P&E angezielte Ausbildungsziel und Berufsfeld nicht besser durch ein betriebs– oder volkswirtschaftliches Studium erreichen?

Das hängt davon ab. Wer z. B. seine berufliche Zukunft im Controlling oder auch in der Beschäftigung mit den Finessen der Unternehmensbesteuerung sieht, für den wäre ein BWL–Studium sicher besser. Wer seine berufliche Zukunft eher auf und an Devisenmärkten sieht, sollte ein VWL–Studium aufnehmen und sich dabei auf Währungen konzentrieren.

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4. Kann ich das mit P&E angezielte Ausbildungsziel und Berufsfeld nicht besser durch ein politikwissenschaftliches Studium erreichen?

Wenn man strikt von unserem Ziel her denkt – Ausbildung von Expertinnen und Experten, die die schwierigen Entscheidungsprobleme von Unternehmen, Verbänden, Körperschaften, internationalen Organisationen, Parteien, Stiftungen oder auch ganzen Gemeinwesen mit analytischer Grundsätzlichkeit angehen können –, dann ist klar, daß zentral die Ökonomie und die Philosophie angesprochen sind. Natürlich wären auch Kenntnisse aus anderen Disziplinen häufig hilfreich, z. B. aus der Psychologie, aus der Geschichte, der Soziologie oder eben auch aus der Politikwissenschaft.

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5. Wäre ich mit einer privaten Universität nicht "besser bedient"?

Hören Sie selbst. (Ausschnitt aus einem DLF-Bericht über ein "Symposium Privathochschulen" vom 08. 11. 2005)

6. Bleibt bei der Kombination P&E nicht die Philosophie auf der Strecke?

Der Studiengang Philosophy & Economics bricht mit dem – häufig karikierten – philosophischen Existenz– bzw. Lebensideal, wonach die für das Philosophieren häufig erforderliche Distanzierung von Geltungsansprüchen, Vormeinungen und hergebrachten Standards nur 'aus sicherer Entfernung' von der Welt der Wirtschaft, der Politik usw. möglich sei. Wer so denkt, verspielt die durch den Einsatz von Philosophie in der Tat möglichen Vernünftigkeitsgewinne. Hinter dem P&E–Studiengang steht demgegenüber die Leitvorstellung von Philosophen als guten Beratern, guten Moderatoren oder auch (neudeutsch) guten 'Analysten'.

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7. Wie steht es mit der Verbindung zur Praxis?

Schon bei der Konzeptentwicklung des Studiengangs haben wir den Kontakt zur Wirtschaft gesucht. Später haben wir dem Studiengang ein hochkarätiges Kuratorium von Praktikern an die Seite gestellt. Dieses Kuratorium berät und hilft uns gerade im Hinblick auf die Verbindung zur Praxis.

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8. Was ist unter dem Verzahnungsbereich zu verstehen?

Unser Studiengang zielt auf den Erwerb einer bestimmten Verbundqualifikation: Philosophische Grundsätzlichkeit und ökonomischer Anwendungsbezug sollen im Rahmen eines entscheidungsorientierten Studiengangs miteinander verbunden werden. Dieses Ausbildungsziel verlangt neben einer soliden philosophischen und ökonomischen Ausbildung auch die Verzahnung des philosophischen und ökonomischen Curriculums. Der Studiengang steht sozusagen auf drei Säulen: der Philosophie, der Ökonomie und einem Verzahnungsbereich, der beide Bereiche verknüpft. Konsequenterweise sehen auch die Studien– und Prüfungsordnungen explizit diesen Verzahnungsbereich vor. Im sechsemestrigen BA–Studiengang müssen insgesamt 6 Verzahnungsseminare besucht werden. Im MA–Programm sind es 4 Verzahnungsseminare.

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9. Was hat es mit der sog. Akkreditierung von Studiengängen auf sich und ist der Studiengang P&E akkreditiert?

Alle BA– und MA–Studiengänge in Deutschland müssen sich einem sog. Akkreditierungsverfahren unterziehen. Das Verfahren dient der Qualitätssicherung. Geprüft wird, ob die Ausbildungsidee sinnvoll, das Curriculum zielführend und die personelle, räumliche und sachliche Ausstattung hinreichend ist. Es geht also um die Sicherung von Mindestanforderungen. Durchgeführt wird das Verfahren durch sog. Akkreditierungsagenturen, die jeweils ein studiengangsspezifisches Expertengremium aus Wissenschaft und Praxis einsetzen. Insgesamt ist die Akkreditierung also eine Art Gütesiegel.

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10. Wer garantiert mir die Qualität des Studienganges P&E?

Der BA– und MA–Studiengang P&E hat erfolgreich das Akkreditierungsverfahren (vgl. Frage 8) durchlaufen. Dieses Gütesiegel garantiert bestimmte Standards.

Unser Ausbildungsprogramm hat darüber hinaus auch wichtige Einrichtungen überzeugt, die die deutschen Universitäten fördern und dabei auf erheblich mehr als die Einhaltung von Mindestanforderungen achten.

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11. "Philosophy & Economics" – das klingt sehr international, aber ist es das auch?

Wir bemühen uns, dem Studiengang eine internationale Ausrichtung zu geben. So werden im BA–Studiengang ca. 25% der Veranstaltungen in englischer Sprache gehalten. Mehr als die Hälfte der Studierenden verbringt jedenfalls ein Semester im Ausland.

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12. Was sind das für 'Typen', die den Studiengang studieren?

Sehr verschiedene! Aber irgendwie 'verhaltensauffällig'. Sie sind vor allem sehr engagiert. Man findet sie in allen politischen Gruppierungen der Studentenschaft, in den parteipolitischen Studentengruppen, dann aber auch in einem sehr aktiven Arbeitskreis, der sich mit dem Problem tragbarer Schuldenlasten von Dritte–Welt–Ländern befaßt.

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13. Hat eigentlich schon mal eine Zeitung über den Studiengang berichtet?

Nicht nur eine. Schauen Sie doch einfach in unsere Presseschau.

14. Kann ich ein Semester im Ausland verbringen?

Sie können nicht nur, sondern Sie sollen sogar. Wir raten allen unseren Studierenden zu einem Auslandssemester – und wir helfen auch: Die Universität Bayreuth verfügt über ein umfangreiches weltweites Netz von Partnerschaften mit ausländischen Universitäten. Zusätzlich existieren spezielle Austauschvereinbarungen zwischen dem Institut für Philosophie der Universität Bayreuth und ausländischen Departments. Besondere Austauschvereinbarungen bestehen mit den Universitäten in Paris, Helsinki, Barcelona, Siena, Liege, Rouen, Valladolid, Sao Paulo, Stellenbosch und Bozen.

Mehr als die Hälfte unserer Studierenden – Tendenz steigend – folgt unserem Rat, ein Semester im Ausland zu verbringen. Informationen zum Auslandsstudium finden Sie hier.

15. Kann ich an den BA–Abschluß einen Master anschließen?

Natürlich. Die übergroße Mehrheit unserer bisherigen BA–Absolventen schließt ein Masterstudium an. Mehr als die Hälfte hat sich für ein ausländisches Masterprogramm entschieden. BA–Absolventen von uns sind nun Masterstudenten an den Universitäten Oxford und Cambridge, der Columbia University New York, der London School of Economics oder auch am Europa–Kolleg in Brügge. Unser Abschluß ist offenbar ein ideales Sprungbrett für die Aufnahme insbesondere in angloamerikanische Masterprogramme. Nach dem BA–Abschluß kann man dabei noch einmal eine 'Feinjustierung' und 'Neuorientierung' vornehmen – je nach Interesse und Eignung. Manch einer geht in ein stark philosophisches orientiertes Programm, andere wechseln in managementorientierte MA­–Programme, wieder andere wählen ein spezielles volkswirtschaftliches MA–Programm. Für praktisch alle MA–Programme muß man sich bewerben und einem Auswahlverfahren unterziehen. Und wo das nicht der Fall ist, dort sollte man gar nicht erst anfangen! Die Erfahrung zeigt, daß Absolventen von uns sehr gute Chancen haben, selbst in hoch selektive Programme aufgenommen zu werden.

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16. Wird der BA–Abschluß P&E im Ausland anerkannt?

Hin und wieder geistern Meldungen durch die Presse, deutsche Bachelor–Abschlüsse würden im Ausland nicht anerkannt. Sachlicher Hintergrund ist in der Regel lediglich, daß ein deutscher Bachelor–Abschluß nicht schon automatisch die Aufnahme in englische oder amerikanische Masterprogramme garantiert. Aber auch in Deutschland wird man nicht automatisch mit einem Bachelor–Abschluß in ein Masterprogramm aufgenommen. So haben wir hier in Bayreuth ein Master­–Programm Philosophy & Economics. In dieses Programm wird aber nur aufgenommen, wer jedenfalls einen mindestens mit 'gut' bestandenen Bachelor–Abschluß vorweisen kann. Auch ausländische Masterprogramme sind in dieser Weise selektiv, und sehr anspruchsvolle Programme sind sehr selektiv.

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17. Können Sie mir mal konkrete Beispiele dafür angeben, was Absolventinnen und Absolventen des BA–Studienganges im Anschluß gemacht haben?

Das beschreiben diese Absolventinnen und Absolventen am besten selbst! Sie finden die hinterlegten Werdegänge hier.

18. Wie steht es mit der Möglichkeit zur Promotion?

Die gibt es natürlich. Wir wollen aber mehr – und das ist im Moment auch die Großbaustelle in der Weiterentwicklung unseres Studienganges: Im BA–Studien­gang P&E studiert spätestens nach der Einführung des Eignungsfeststellungsverfahrens eine Talentauswahl, die den Leistungsvergleich mit den ebenfalls 'handverlesenen' Studentinnen und Studenten amerikanischer oder englischer Spitzenuniversitäten nicht scheuen muß.

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19. Warum ein Eignungsfeststellungsverfahren und was erwartet mich dort?

Der Studiengang Philosophy & Economics setzt keine Genialität voraus. Gleichwohl, er ist für Studierende gedacht und gemacht, die sich 'die Meßlatte etwas höher legen'. Der bloße Besitz eines deutschen Abiturs stellt nicht sicher, daß jemand die Fähigkeiten und Interessen mitbringt, die für einen Studienerfolg nötig sind.

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20. Ich hatte weder Philosophie noch Wirtschaftswissenschaften in der Schule. Habe ich noch eine Chance?

Ganz gewiß. Vermutlich hatte die Mehrheit unserer Studierenden in der Schule weder das Fach 'Philosophie' noch das Fach 'Wirtschaftswissenschaft'. Natürlich ist es ein Vorteil, diese Fächer gehabt zu haben. Aber der Nachteil, diese Fächer nicht gehabt zu haben, kann rasch wieder wett gemacht werden. Vorkenntnisse sind nützlich, aber ein 'Kaltstart' verhindert kein erfolgreiches Studium! Vielleicht könnte es sinnvoll sein, im ersten Semester ein oder zwei zusätzliche Veranstaltungen zu besuchen – aber darüber lassen Sie uns in den einführenden Informationsveranstaltungen gleich zu Beginn des Studiums reden.

21. Welche Veranstaltungen muß ich im ersten Semester besuchen? Welche Prüfungen muß ich ablegen? Was wird dabei von mir erwartet?

Keine Angst! Die Materie ist zwar komplex, aber gleich zu Anfang des Studiums finden Informationsveranstaltungen speziell für Studienanfänger statt. Dort werden alle Details besprochen und Fragen geklärt. Es gibt eine Studienempfehlung, aus der hervorgeht, welche Veranstaltungen Sie im ersten Semester besuchen sollen. (Solche Empfehlungen gibt es natürlich auch für die höheren Semester.) Darüber hinaus organisieren Studierende höherer Semester für die Erstsemester ein Erstsemesterwochenende. Dort werden alle die kleinen und großen Erfahrungen und 'Tricks' weitergegeben, die für Studium und Leben hilfreich sein können.

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22. Gibt es Vorkurse, die ich besuchen muß oder sollte?

Ganz generell: Es gibt keinen einzigen Vorkurs, der obligatorisch ist, oder von dessen Teilnahme der Studienerfolg abhinge! Es gibt aber durchaus Vorkurse, an denen teilzunehmen sinnvoll sein könnte.

Vor dem Semester gibt es einen zweiwöchigen Kurs für Mathematik. Er wiederholt Schulstoff und bereitet auf das Semester vor. Er startet zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn. Darüber hinaus gibt es einen Kurs Buchführung. Der Stoff ist sehr trocken. In gewisser Weise lernt man eine bestimmte Sprache, deren Beherrschung später in obligatorischen Lehrveranstaltungen zu kennen erforderlich ist. Aber auch hier gilt: Man kann sich dieses Wissen auch später und durch Selbststudium aneignen.

23. Kann ich sonstige Kurse, z. B. Sprachen und EDV belegen?

Natürlich! Die vorgeschriebene Stundenzahl ist im BA–Studiengang P&E sehr viel niedriger als in anderen Studiengängen, nämlich nur rund 15 Stunden pro Woche. Im MA–Studiengang sind es sogar nur 12 Stunden pro Woche. Das ist Absicht! Denn auch die erforderliche Lektüre, die Vor– bzw. Nachbereitung von Veranstaltungen – all das kostet Zeit. Und ganz wichtig: In einem Studiengang für Nachdenkliche muß es Zeit zum Nachdenken geben. So sollte z. B. auch einmal 'ein Spaziergang über ein bestimmtes Problem' möglich sein.

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24. Wenn ich im Hinblick auf das Studium schon etwas lesen möchte, was würden Sie mir dann empfehlen?

Hier finden Sie einige Hinweise.

25. Wie teuer ist das Leben in Bayreuth?

Auch in Bayreuth ist Wohnen, Essen und Trinken nicht umsonst. Das Leben in Bayreuth ist aber generell billiger als in den großen Universitätsstädten. Es sind Studiengebühren in Höhe von 500 € je Semester zu entrichten. In Bayreuth wird man im Schnitt vermutlich über 500 € weniger an Miete je Semester zahlen müssen als in so mancher 'Metropole'. Auch Essen und Trinken sind vergleichsweise billiger. Zudem erhält jeder Student ein Semesterticket, das ihm dann die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erlaubt.

26. Findet man überhaupt eine Wohnung?

In manchen Universitätsstädten müssen zu Beginn des Wintersemesters Zeltstädte errichtet und Container aufgestellt werden, um den Studierenden irgendwie ein Dach über dem Kopf zu geben. Viele müssen stundenlange Anfahrten in Kauf nehmen, da universitätsnah einfach keine Wohnung zu bekommen ist. Das ist in Bayreuth nicht so. Natürlich, auch hier muß man sich um eine Wohnung bemühen. Aber der Markt ist vergleichsweise entspannt. Bisher hat noch jeder eine Wohnung gefunden.

Einige Tips:

  • Jeden Mittwoch gibt es im Nordbayerischen Kurier (NBK), der Zeitung für diese Region, die Anzeigenbeilage Immobilienmarkt. Also Mittwoch früh morgens die Zeitung kaufen oder die Anzeigen online einsehen.
  • Im Gebäude des Studentenwerks SWO gibt es ein schwarzes Brett mit vielen Wohnungsangeboten.
  • Es gibt viele Studentenwohnheime, auf deren Plätze man sich bewerben kann. Näheres findet man hier.

Generell gilt: Anfang September ist der Wohnungsmarkt noch recht entspannt.

27. Offen gesagt, Bayreuth, das ist doch 'so richtig Provinz' – oder?

Die Stadt Bayreuth ist Provinz: Rund 80.000 Einwohner, davon etwa 9.000 Studenten, hübsche Altstadt, viele Kneipen, riesige Waldgebiete, Fichtelgebirge und Fränkische Schweiz drumherum, im Städtevergleich eine praktisch kriminalitätsfreie Zone. Die Sportmöglichkeiten (z. B. Ski, Kanu, Klettern, Radfahren, Wandern) sind perfekt. Aber manches geht eben nicht, z.B. jederzeit in irgendeinem Kino jeden beliebigen Film sehen zu können. Natürlich gibt es in Bayreuth einen großen Kino–Komplex, aber eben nur einen. Wenn einem nach einem bestimmten  Film ist, dann wird man sich den häufig besorgen müssen und dann mit Freunden und Freundinnen seine eigene 'lange Filmnacht' durchführen, vielleicht nachdem man zuvor gemeinsam gekocht und gegessen hat.

Sicher nicht Provinz ist die Universität Bayreuth. Fast 50% der Bayreuther Studentinnen und Studenten kommen von außerhalb Bayerns. (An einer Ruhrgebietsuniversität dürften hingegen fast alle Studierenden aus dem nächsten Umfeld kommen.) Im Studiengang P&E kommen sogar Zweidrittel der Studierenden aus anderen Bundesländern. Ein Drittel kommt allein aus NRW. Die allermeisten unserer Studierenden hätten in 'Metropolen' nahe ihrer Heimat studieren können. Sie sind gleichwohl nach Bayreuth, in die Provinz, gekommen, und zwar einfach deshalb, weil sie einen nicht–provinziellen Studiengang studieren wollen. Informationen über die Forschung an der Uni Bayreuth hier.

Im übrigen ist ganz generell die Studienzufriedenheit an kleineren Universitäten sehr viel größer als an den Massenuniversitäten. Die Gründe sind einfach: Die kleinen Universitäten sind überschaubar, Wege sind kurz, man kennt sich, von den Lehrenden werden Verantwortlichkeiten ernster genommen. Weil man weiß, daß viele Studierende trotz der Stadt und wegen des Studienganges kommen, ist man – vielleicht notgedrungen, dies aber verläßlich – reformfreudiger und reformfähiger.

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28. Kann ich mir den Studiengang vor Ort anschauen?

Ja natürlich! Kommen Sie einfach nach Bayreuth, schauen Sie sich den Studiengang an, sprechen Sie mit Lehrenden, besichtigen Sie die Universität, sprechen Sie mit Studierenden, schauen Sie sich Stadt, Land und Leute an.

Sie können dabei auch einfach einmal in Lehrveranstaltungen gehen. Dafür braucht man keine besondere Erlaubnis! Um den Normalbetrieb kennenzulernen, muß man natürlich während des laufenden Semesters kommen. Im Sommer ist das ungefähr die Zeit zwischen Mitte April bis Mitte Juli, im Winter die Zeit von Mitte Oktober bis Mitte Februar.

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